Weinland
Stajerska Slovenija - Die slowenische Steiermark
Weinbau wurde hier bereits von den Kelten betrieben. Zur Römerzeit wurde er
vor allem durch Kaiser Probus weiter verbessert und erweitert.
Mittelalterliche Niederschriften schreiben über Weingärten und den guten Ruf
der Weine, die bis nach Salzburg und Bayern geliefert wurden. Später
dominierten die Klöster den Weinbau.
Bereits seit dem Jahr 1542 ist der Weinbau in der Lage Kogl bei Velika
Nedelja dokumentarisch nachgewiesen. Der damalige Gutsherr war der deutsche
Ritterorden.
Erzherzog Johann (1792-1859) erwarb sich hohe Verdienste um den steirischen
Weinbau. Er modernisierte, brachte Setzling vom Rhein und aus Frankreich in
die damalige Untersteiermark. In Pekre, in der Nähe von Maribor errichtete
er das Musterweingut Meranovo, das beispielgebend war und dadurch die
seinerzeit üblichen Süß- und Würzweine verdrängte.
Die Lage Jeruzalem zwischen Ormož (früher Friedau) und Ljutomer (Luttenberg)
hatte in der K & K Monarchie den Ruf die allerbeste der ganzen Monarchie zu
sein. Vor allem der Weiße Burgunder (Beli Pinot) und der Sipon (Furmint)
dieser Region waren weltberühmt. Bis 1918 war der steirische Weinbau
qualitativ und quantitativ vorwiegend auf die Gebiete des heutigen Sloweniens konzentriert.
Seit 1918 geht auch hier eine Grenze durch ein bisher einheitliches
Weinbaugebiet. Besonders interessant und schön ist die dabei die bekannte
steirisch-slowenische Grenzweinstraße zwischen Ratsch und dem Grasnitzberg.
Über viele Kilometer ist hier nur die Weinstraße die grüne Grenze. Mit
identischen Weinlagen links und rechts. Die Weinberge des Weinguts Valdhuber
in Svecina (Witschein) liegen teilweise direkt an dieser Weinstraße.
Die steirischen Weine aus Österreich haben inzwischen einen ganz
hervoragenden Ruf erlangt. Vor allem mit dem in dieser Gegend zur Höchstform
anlaufenden Sauvignon Blanc. Unter dem Namen Muskatni Silvanec (Muskat
Silvaner) ist er seit über 200 Jahren in der Steiermark heimisch. Man kann
ihn also fast schon als autochthone steirische Sorte bezeichnen.
Die Weine der slowenischen Spitzenwinzer stehen dem oft nicht nach, auch
wenn das leider noch nicht so bekannt ist. Aber die durch die späte Lese
sehr lange Vegetationsperiode läßt auch in Stajerska Slovenija Weine ganz besonderer
Fruchtfülle und Komplexität entstehen.
Und ein großes Problem haben die slowenischen Winzer inzwischen lösen können. Es gibt nun wieder ein
offzielles Weinbaugebiet Steiermark in Slowenien. Es nennt sich Stajerska Slovenija und umfasst u.a. die Topgebiete Maribor, Radgona-Kapela, Ljutomer-Ormoz und Haloze. Das Anbaugebiet Podravje besteht aus den Anbaugebieten Stajerska Slovenija und Prekmurje, der Landschaft jenseits, links der Mur.
Auf dem Bild unten sehen Sie die über 400 Jahre Stara Trta (Alte Rebe) im
Stadtteil Lent in Maribor.
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