Sipon So einen Wein haben Sie vermutlich noch nie getrunken. Dabei ist der Šipon eine altüberlieferte Traubensorte, die schon seit Jahrhunderten in der Steiermark angebaut wird. Im Atlas der Traubensorte, 1874 von Hermann Goethe und Rudolph Goethe herausgegeben, wird er unter dem Synonym Mosler auf 2 Seiten beschrieben. In dem österreichischen Teil der Steiermark ist sie fast ganz verschwunden, im Slowenischen wird sie überwiegend für leichtere Schoppenweine verwendet. Dabei ist diese slowenische Variante des im ungarischen Tokaji dominierenden Furmint für besseres geeignet. Der Name soll übrigens auf Napoleon zurückgehen. Als er Anfang des 19.Jahrhunderts seine damaligen Illyrischen Provinzen besuchte, wurde ihm auch der einheimische Wein vorgesetzt. Er nannte ihn „si bon“. Und damit hatte der damals in Slowenien meist Mosler genannte Furmint seinen neuen Namen bekommen.
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